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In was für einem Land leben wir...

…dass soetwas möglich ist…

Vor bereits fast zwei Jahren versuchte ich bei dem zuständigen Veterinäramt Hilfe zu bekommen für die Zwingerhunde meiner mit im Haus lebenden Nachbarn.

Die damals noch fünf erwachsenen Tiere, die jämmerlich in einem viel zu kleinen, selbst zusammengeschusterten Zwinger gehalten wurden, kamen nie aus diesem heraus. Gereinigt konnte der Zwinger nicht werden, da er keinen Bodenbelag hatte. Versucht wurde es auch nie.

Als dann hierin im Winter das erste Mal Welpen geboren wurden und man bei uns in der Wohnung die Hunde schreien hören konnte, alarmierte ich das Amt.

Die zuständige Mitarbeiterin befand es für soweit in Ordnung, dass sie kein zweites Mal wieder kam. Es änderte sich gar nichts an der Situation der Tiere :-( Auch das Ordnungsamt und Polizei halfen nicht weiter. Nach erneutem Nachfragen  beim Vet-Amt meinerseits hieß es, es sei kontrolliert worden und damit sei die Sache erledigt, genaue Auskünfte zu etwaigen Auflagen könne man mir eh nicht geben. Schlimm, wie hilflos man sein kann.

Zwei Jahre später nun ziehen die besagten Nachbarn aus - und lassen die Hunde im Zwinger hier. *schluck*

Das erste Mal kann man nun direkt zum Zwinger und was ich sehe, treibt mir die Tränen in die Augen…

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Mittlerweile “nur” noch drei Tiere, die in bestialischem Gestank warten, dass sich jemand ihrer annimmt…

Ich wende mich dieses Mal direkt an den Tierschutzverein im Ort, mit der Bitte, diese mögen sich dieses Mal vor dem Vet-Amt die Zustände anschauen. Die erste Vorsitzende ist entsetzt und kann nicht glauben, dass dies vor zwei Jahren auch auf ihr Nachfragen als “in Ordnung” befunden wurde. Der Kontakt zum Vet-Amt und dem Ordnungsamt wird sofort hergestellt. Hoffnung keimt auf, dass dieses Mal auch das Vet-Amt erkennen muss, was hier für schlimme Zustände herrschen…

Die zuständige Mitarbeiterin kommt am folgenden Tag:

Die Größe des Zwingers…nun ja, unterschreite gerade eben die Mindestanforderungen. Dass die Tiere nie rauskommen, könne man eh nicht beweisen (die verkümmerten Muskeln und die Fehlstellung der Tiere sagen nicht genug aus?).

Kommentar zu dem zehn Zentimeter hohem Dreckbelag…man könne nicht verhindern, dass bei Zwingerhaltung die Hunde in das Gehege machen, allerdings sei dieser tatsächlich etwas verdreckt

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Zu der Tatsache, dass die Besitzer weggezogen sind ohne die Hunde mitzunehmen: Wasser ist ja genügend zum Überleben da, ob sie gefüttert werden oder nicht, kann man nicht beweisen.

Hier seht ihr die Pfütze, die sich im Wassertrog angesammelt hatte vom Regenwasser, verdrecktes brackiges Wasser:

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Noch mehr Eindrücke gefällig?

Hier das Dach, ebenfalls selbstgezimmert und kein bisschen Regenfest:

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Und hier die Hütte, ebenfalls durchnässt, stinkend und ekelig..Die Hunde hatten kein trockenes Plätzchen zu, Hinlegen

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Gottseidank hatte ich dieses Mal vehemente Unterstützung vom Tierschutzverein und einen super mitarbeitenden Vertreter der Gemeinde an der Seite, die gemeinsam soweit Einfluss nehmen konnten, dass das Vet-Amt noch einmal kam und die Besitzer kontaktierte, welche sich bereit erklärten, die Tiere dem Tierschutz zu überschreiben (bequeme Lösung, oder?)

Noch am selben Tag wurden die Hunde mit den Mitteln der Gemeinde abtransportiert in eine private Unterkunft.

Ich finde schon schlimm genug, dass es Menschen gibt, die andere Lebewesen so behandeln, aber noch viel mehr schockiert mich, dass in den zuständigen Ämtern Menschen arbeiten, die sich dieses Elend angucken ohne etwas dagegen zu unternehmen. :-(

(Bericht Melanie Schubert)

NACHTRAG:

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Dieser wunderbare Rüde schaffte es leider nicht und starb an den Folgen der schrecklichen Haltung. Wenigstens hat er zum Schluss seines Lebens noch einmal erfahren dürfen, dass es auch Menschen gibt, von denen Gutes ausgeht, und musste nicht alleine in einem verdreckten Zwinger sterben!

 

Diese beiden dürfen nun in der Pflegestelle bleiben, sie haben dort endgültig ein Zuhause gefunden mit Menschen, die sich um sie kümmern. Die Tierfreunde Friesische Wehde e.V. haben die Patenschaft für die zwei übernommen.

Es werden laufend Futterspenden benötigt, um die Pflegestelle zu entlasten!

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